Chirotherapie

„Knochensetzen und mehr“. Die Chirotherapie als eine Form der manuellen Therapie hat als Grundlage die manuelle Untersuchung und die Therapie am Patienten durch schonende weiche Techniken und ist Bestandteil der Behandlung funktioneller Störungen am Stütz- und Bewegungssystem im Einklang mit Osteopathie, Akupunktur und Neuraltherapie.

Pathophysiologisches Korrelat des funktionellen Schmerzgeschehens am Stamm- und Extremitätenskelett ist hierbei das Synonym der „Blockierung“, worunter jedoch keine Luxation oder Subluxation eines Gelenks zu verstehen ist, sondern vielmehr eine Störung in der Steuerung des Gelenkspiels. 

Die Chirotherapie ist in unserer Behandlung ein wichtiger Bestandteil einer ganzheitlich orientierten Therapie.

Bereits im frühen Griechenland beschrieb Hippokrates manualtherapeutische Behandlungsmaßnahmen als „Knochensetzen“. Lange Zeit wurden die Chirotherapie von Laien und Heilern durchgeführt und war eine rein empirische Medizin.  Der Arzt Jim Atkinson war in Davenport, Iowa tätig. Unter seinen Schülern waren der Begründer der Osteopathie, der Chirurg Andrew Taylor Still, und der Begründer der Chiropraktik, der Gemischtwarenhändler Daniel David Palmer. Über diese Schulen kam die manuelle Therapie mit Ihren Schulen nach Europa.  In Deutschland eröffneten Ärzte wie H.-D. Wolff, Gottfried Gutmann und Karl Sell Schulen und entwickelten diese weiter und stellten sie auf eine wissenschaftliche Basis. So wurde die moderne manuelle Therapie begründet.

Die Grundlage jeder chirotherapeutischen Behandlung ist eine genaue Diagnose. Die manualtherapeutische Untersuchung umfasst das Gelenkspiel, wobei insbesondere die Hypomobilität in eine Bewegungsrichtung das Auffinden der Blockierung ermöglicht. Das Aufsuchen von sogenannten Irritationspunkten, (bindegewebige Verquellungen im Bereich der untersuchten Strukturen an typischer Stelle auftretend) gibt weitere Hinweise für die exakte Diagnose. Karl Sell fand beispielsweise für die Halswirbelsäule typische Punkte im Bereich des Hinterkopfes. Somit kann eine funktionelle Diagnose gestellt werden.

Bei der Therapie hat man nachfolgend die Möglichkeit, Blockierungen mobilisierend oder manipulativ zu behandeln.

Bei der mobilisierenden Behandlung wird die Beweglichkeit durch sanfte und wiederholte Dehnungsbewegungen wiederhergestellt.

Bei der manipulativen Behandlung wird eine Blockierung mit einem Impuls behandelt. Der Begriff leitet sich von lateinisch manipulus „Handgriff“, oder „Kunstgriff“ ab. Hierbei wird vom Therapeuten ein gezielter Kraftreiz in eine, durch die funktionelle Diagnose vorbestimmten Richtung, gegeben. Dieser Reiz an Nozizeptoren führt an den Facettengelenken wie auch an den Extremitäten zu einem Reset mit nachfolgender Bewegungszunahme in den Facetten und Extremitäten und muskulärer Entspannung in der abhängigen Muskulatur. Um diesen Effekt zu erreichen, ist weder eine große Kraft noch ein großer Weg erforderlich. Die manipulierenden Behandlungen an der Wirbelsäule schnellen und kurzen Impulsbewegungen ist in der Chirotherapie dem Arzt vorbehalten

Häufige Befunde:
Blockierungen der Halswirbelsäule (HWS)
Blockierungen der Brustwirbelsäule (BWS)
Blockierungen der Lendenwirbelsäule (LWS)
Blockierungen der Ileosakralgelenks (ISG)
Blockierungen des Beckens

Häufige Krankheitsbilder und Beschwerden:
Schwindel
Ohrgeräusche (Tinnitus)
muskulärer Schiefhals (Torticollis),
Rippen-Thoraxbeschwerden (Interkostalneuralgie)
Atlasblockierung,
Syndrom der ersten Rippe,
Thoracic-outlet-Syndrom
Thoracic-inlet-syndrom,
Kopfgelenksblockierungen
ISG-Blockierungen
Blockierungen des SIG
Ileum anterior
Ileum posterior,
Beckenverwringung
Beckenverdrehung.

Wir beraten Sie gerne. Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin mit uns:
https://privatpraxis-adenauerallee.denachricht-senden/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Adenauerallee 79, 46399 Bocholt

Rufen Sie uns an

Rufen Sie uns an

+49-2871- 220069

info@privatpraxis-adenauerallee.de