Physikalische Therapie

In unserer Praxis werden physikalische Behandlungsmaßnahmen als wirksame Begleitung zu den oben genannten Therapien durchgeführt, zum Beispiel zur Schmerzlinderung. Unter dem Begriff der physikalischen Therapie im engeren Sinne sind auf physikalischen Methoden beruhende Therapieverfahren (z.B. Wärme, Kälte, Licht oder elektrische Reize) zusammengefasst. 

Die wohl bekanntesten physikalischen Therapiemaßnahmen stammen aus der Thermotherapie. Die Kälte – und Eisanwendung (Kryotherapie) bei akuten Verletzungen wie Verstauchungen oder Prellungen sind jedem Sportler bekannt.

Wärmeanwendungen in milder Form einer Wärmflasche, Wärmegürtel oder eine Fango sind für die meisten Menschen angenehm und verstärken das Wohlbefinden.

Bei uns in der Praxis kommen vorwiegend die Elektrotherapie und der Ultraschall allein oder in Kombination zur Anwendung.

Die Elektrotherapie nutzt elektrischen Strom zu therapeutischen Zwecken. Sie wird unter anderem eingesetzt, um die Muskulatur zu lockern, zur Stimulation bei Lähmungen, die Durchblutung zu fördern und um Schmerzen zu reduzieren.

Die häufigste Anwendung bei uns in der Praxis sind mittelfrequente Wechselströme (Mittelfrequenztherapie 1 bis 100 Kilohertz), die Grundlage des Interferenzstromverfahrens nach Nemec sind. Als Therapiebeispiele seien hier artikuläre und periartikuläre Schmerzen bei degenerativen Gelenkerkrankungen (Arthrose) oder entzündlichen rheumatologischen Geschehen genannt. Die diadynamischen Strombehandlung (Bernard`sche Ströme) wirken auch schmerzlindernd und haben eine ähnliche positive Wirkung auf das behandelte Gewebe. Diese Strombehandlungen haben den großen Vorteil einer sehr guten Verträglichkeit und nur wenige Kontraindikationen.

Der Ultraschall nimmt bei uns in der Praxis viel Raum in der physikalischen Therapie ein. Die gute Lokalisierbarkeit der Schallwellen in Kombination mit guter Wirksamkeit und kurzer Anwendungszeit bedeutet für Sie als Patienten eine nebenwirkungsarme und effiziente Behandlungsmaßnahme. Häufig angewendet wird der Ultraschall bei Insertionstendopathien (zum Beispiel Tennisellenbogen oder Golferellenbogen). Alle lokalen Reizzustände der Muskulatur und den damit verbundenen Schmerzen sprechen sehr gut auf die Ultraschallanwendung an.

Gerne kombinieren wir die Ultraschallbehandlung mit der Elektrotherapie. Die Vorteile beider physikalischen Therapiemaßnahmen vereint in einer Therapieanwendung sind optimal für unsere Patienten.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass in Rehabilitationseinrichtungen bei Kuraufenthalten beispielsweise weitere physikalische Therapien angewendet werden. Hierzu zählt die Niederfrequenztherapie, die Hochfrequenztherapie, die Hochvolttherapie und Gleichstromanwendung im Sinne einer Iontophorese (Einbringung von Salben durch die Haut, verstärkt durch Gleichstrom). Auch hydroelektrische Bäder in Spezialbadewannen kommen zum Einsatz. Das Stangerbad ist ein hydroelektrisches Vollbad, das Vierzellenbad ein Teilbad für die Extremitäten. Die Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) wird besonders bei chronischen Schmerzen angewandt zur Hemmung des Schmerzes im Rückenmark.

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